Erläuterungen zu Statistiken und weiteren Datenquellen
Die Statistik der Sterbefälle gibt Auskunft über die Anzahl der Gestorbenen in der Vergangenheit bis zum aktuellen Berichtsjahr. Zentrale Erhebungsmerkmale sind das Sterbealter, der Wohnort und das Geschlecht der Gestorbenen. In dieser Auswertung wurden alle Gestorbenen gezählt, für die ein Wohnort in Nordrhein-Westfalen gemeldet wurde.
Der Bevölkerungsstand am 31.12. umfasst die Anzahl der Personen, die an diesem Datum in Nordrhein-Westfalen leben. Grundlage für die Bevölkerungsstatistik bildet die Bevölkerungsfortschreibung.
Die Hitzewarnungen basieren auf der thermischen Belastung, die mittels des „Klima-Michel-Modells“ unter Berücksichtigung von Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Strahlung berechnet wird. Die Daten werden durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) zur Verfügung gestellt. Die Hitzewarnungen werden auf Ebene der kreisfreien Städte und Kreise veröffentlicht. Die Daten wurden aus dem Open Data Bereich des Climate Data Centers des DWD abgerufen (Datenstand: 16.09.2025).
Die Hospitalisierungsinzidenz schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) gibt Auskunft über die deutschlandweite Häufigkeit von Krankenhausaufnahmen aufgrund schwerer Atemwegsinfektionen. Dabei liegt der Fokus auf den Atemwegserkrankungen Influenza, COVID-19 und RSV-Infektionen. Die Daten werden vom Robert Koch Institut (RKI) bereitgestellt und stammen aus der syndromischen Krankenhaussurveillance ICOSARI. Diese basiert auf ICD-10-Diagnosecodes aus etwa 70 Sentinelkliniken. Für die Altersgruppe der unter 60-Jährigen stehen keine Inzidenzen zur Verfügung. Die Daten wurden am 02.06.2026 abgerufen (Datenstand: 28.05.2026).
Methodik
Die Daten der Sterbefälle stammen aus einer Vollerhebung bei den Standesämtern. Räumlich differenziert liegen die Daten bis auf die Ebene der kreisangehörigen Städte und Gemeinden vor. Ab dem Berichtsjahr 2025 werden die Ergebnisse mithilfe der Cell-Key-Methode geheim gehalten. Die farbliche Skalierung der Sterbefälle ist abhängig von der Altersgruppe gewählt.
Die Daten der Bevölkerungsfortschreibung basieren ab 2022 auf den fortgeschriebenen und bis 2021 auf den rückgerechneten Ergebnissen des Zensus 2022.
Die Daten der Todesursachenstatistik liegen, wie die Daten der Sterbefälle, bis auf die Ebene der kreisangehörigen Städte und Gemeinden vor und werden ab dem Berichtsjahr 2025 mittels Cell-Key-Methode geheim gehalten. Sie können aus Gründen der Geheimhaltung nur monats- und nicht tageweise berichtet werden.
Bei der Wärmebelastung unterscheidet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwei Warnstufen:
• Starke Wärmebelastung: gefühlte Temperatur über etwa 32 Grad Celsius, zusätzlich nur geringe nächtliche Abkühlung
• Extreme Wärmebelastung: gefühlte Temperatur über 38 Grad Celsius
In Wettervorhersagen wird üblicherweise die Lufttemperatur angegeben. Das Temperaturempfinden des Menschen entspricht der herrschenden Lufttemperatur aber nur, wenn man sich mit der Temperatur angemessener Kleidung bei mittlerer Luftfeuchtigkeit und Windstille langsam im Schatten bewegt. In der Sonne und bei hohem Wasserdampfgehalt der Luft empfindet man die Temperatur als höher, bei Wind – besonders im Winter – als geringer.
Die Gefühlte Temperatur ist eine künstliche Größe, die das Temperaturempfinden eines Menschen beschreibt. Zur Berechnung der Gefühlten Temperatur setzt der DWD das Klima-Michel-Modell ein, das den Wärmehaushalt eines Modellmenschen (Klima-Michel) bewertet. Die Gefühlte Temperatur steigt unter sommerlichen Bedingungen viel schneller als die Lufttemperatur an. Ist es jedoch kühl bei schwachem bis mäßigem Wind, kann sie auch unter die Lufttemperatur absinken.
Die Hitzewarnungen des DWD werden auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte veröffentlicht. Wenn an einem Tag eine Warnung für einzelne Kreise ausgegeben wurde, wird in der vorliegenden Veröffentlichung eine Hitzewarnung für Nordrhein-Westfalen angezeigt.
Die schweren Atemwegsinfektionen zeigen Hospitalisierungsinzidenzen schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI-Hospitalisierungsinzidenzen), die mindestens eine moderate Höhe haben. Die Größe der Dreieck-Symbole repräsentiert die Höhe der Inzidenz. Die Grenze wird dabei in Anlehnung an die Definition der Aktivitätsbereiche des Robert Koch Instituts bestimmt. Auf Basis der wöchentlichen Inzidenzen der jeweils vorherigen fünf Saisons wird je Altersgruppe das 60. Perzentil als Grenzwert berechnet. Dabei werden die pandemischen Saisons 2019/20 bis 2022/23 nicht berücksichtigt. Für die Saisons vor 2019/20 werden die Saisons 2014/15 bis 2018/19 als Referenzzeitraum verwendet.
Für die unter 60-Jährigen stellt das RKI nach Altersgruppen differenzierte Inzidenzen zur Verfügung (unter 4 Jahre, 5 bis 14 Jahre, 15 bis 34 Jahre, 35 bis 59 Jahre). Für diese Altersgruppen können die Sterbefallzahlen aus Geheimhaltungsgründen allerdings nicht ausgewiesen werden. Inzidenzen für die gesamte Altersgruppe unter 60 Jahren stehen nicht zur Verfügung. Für die Einzelaltersgruppen können die Inzidenzen über das ARE-Dashboard des RKI eingesehen werden.