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Amtliche Statistik für Nordrhein-Westfalen

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Generationen in NRW

Babyboomer und Millennials im Vergleich

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Collage aus zwei Porträtfotos: ein älterer Mann und eine junge Frau

Wir begleiten Ralf und Julia auf ihrem Lebensweg. Die beiden sind von uns erdachte Personen und stehen jeweils für ihre Generationen. Ralf ist 1964 geboren und zählt zur Generation der „Babyboomer“. Julia ist 1986 geboren und ist Teil der „Millennials“, auch als Generation Y bezeichnet. 

Generationen sind weitestgehend dadurch gekennzeichnet, dass die Personen innerhalb derselben Generationen denselben sozialen-historischen Prozessen ausgesetzt waren. Generationen werden anhand ihrer Geburtsjahrgänge eingeteilt, wobei es keine allgemein gültige Definition gibt, sondern sich je nach Datenquelle leicht andere Definitionen ergeben. Eine neue Generation gibt es etwa alle 15 bis 20 Jahre. Wir betrachten hier zwei Generationen:

 

Babyboomer sind Personen, die ungefähr zwischen 1946 und 1964 geboren sind. Da sich das Schulsystem zu Beginn der 70er Jahre massiv geändert hat, wird, um eine Vergleichbarkeit der Generationen zu ermöglichen, als Referenz für Babyboomer das Geburtsjahr 1964 verwendet.

 

Millennials bzw. Generation Y sind Personen, die ungefähr zwischen 1980 und 1996 geboren sind. Als Referenz für Millennials wird das Geburtsjahr 1986 verwendet.

 

Informationen zu den verwendeten Statistiken finden Sie in den methodischen Hinweisen am Ende der Seite.

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Ein Neugeborenes mit Namensschild im Krankenhaus

Geburt

Piktogramm zu Lebendgeborenen in NRW je 100 Einwohnerinnen und Einwohner

Nicht umsonst wird die Generation der Babyboomer oft als die der „geburtenstarken Jahrgänge“ bezeichnet. Ralf gehörte im Jahr 1964 zu den rund 300.000 Neugeborenen in Nordrhein-Westfalen. Während die Babyboomer in ihrer Kindheit noch eine Vielzahl Gleichaltriger um sich hatten, ging die Geburtenrate in den folgenden Jahrzehnten zurück. Als Julia 1986 zur Welt kam, war die Geburtenrate schon deutlich gesunken.

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Der Babyboomer Ralf, der 1964 geboren wurde, gehörte in jenem Jahr zu den rund 300.000 Neugeborenen in NRW. Das entsprach gut 1,8 Lebendgeborenen je 100 Einwohnerinnen und Einwohner. Als Julia 1986 zur Welt kam, war die Geburtenrate schon deutlich gesunken. Auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner kamen in ihrem Geburtsjahr noch rund eine Lebendgeburt.

Die Daten zu den Geburten stammen aus der Statistik der Geburten und Sterbefälle. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Eckdatenübersicht Geburten und Sterbefälle.

 

Lebenserwartung

 

Lebenserwartung von Frauen und Männern in den verschiedenen Generationen

Dank der Fortschritte in der medizinischen Versorgung und dem gestiegenen Wohlstand konnten Millennials ab Geburt von einer höheren Lebenserwartung als die Babyboomer ausgehen. Für Julias Generation lag die Lebenserwartung für Frauen bei Geburt im Schnitt um 6 Jahre und 7 Monate höher als in der Generation der Babyboomer; bei Männern lag der Unterschied bei durchschnittlich 5 Jahren und 10 Monaten.

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Die Lebenserwartung wird anhand von Sterbetafeln ermittelt, die auf Basis einer Volkszählung (oder Zensus) erstellt werden. Da im Geburtsjahr von Ralf keine Volkszählung stattfand, wurden die Sterbetafeln herangezogen, die dem Geburtsjahr am nächsten kommen – in diesem Fall 1960.

In der Babyboomer-Generation von Ralf hatten neugeborene Männer in Nordrhein-Westfalen laut der Sterbetafel 1960/62 eine durchschnittliche Lebenserwartung von 65 Jahren und 11 Monaten. Bei den neugeborenen Frauen waren es im Schnitt 71 Jahre und 10 Monate. 

Millennials wie Julia hatten dagegen laut der Sterbetafel 1986/88 eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung ab Geburt. Diese lag für neugeborene Männer bei 71 Jahren und 9 Monaten und für neugeborene Frauen bei 78 Jahren und 5 Monaten. 

Die Daten zur Lebenserwartung beruhen auf den Sterbetafeln. Weitere Informationen zum Thema Geburten und Sterblichkeit finden Sie in der Eckdatenübersicht Geburten und Sterbefälle. Aktuelle Sterbetafeln finden Sie in der Landesdatenbank.

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Kleinkinder spielen mit Bauklötzen

Kindergarten

Piktogramm zu Betreuungsplätzen von 3- bis 6-Jährigen in NRW 1986 und 1990

Als Ralf vier Jahre alt war, war es noch nicht selbstverständlich in den Kindergarten zu kommen. Im Vergleich mit späteren Generationen waren nur wenige Kinder im selben Alter im Kindergarten: 1968 gab es für weniger als ein Drittel aller Kinder in NRW einen Betreuungsplatz im Kindergarten. Für Julia war ein Betreuungsplatz im Kindergarten schon deutlich selbstverständlicher. Für mehr als zwei Drittel aller 3- bis 6-Jährigen in NRW gab es damals (1990) bereits einen Betreuungsplatz im Kindergarten.

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1968 gab es in Nordrhein-Westfalen rund 273.000 Kindergartenplätze – genug für etwas mehr als jedes vierte der rund 856.000 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Zum Kindergarten-Start der Millennials standen trotz weniger Kinder mehr Plätze zur Verfügung. Als Julia 1990 mit vier Jahren den Kindergarten besuchte, konnten in NRW bereits rund 384.000 Kinder aufgenommen werden – nahezu drei von vier der rund 531.000 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Für ihre Generation der Millennials war der Kindergartenbesuch damit deutlich selbstverständlicher als für Ralfs Generation.

Die Daten zur Kinderbetreuung stammen aus der Statistik der Jugendhilfe. Weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung finden Sie in der Eckdatenübersicht Kindertagesbetreuung. Aktuelle Daten zu genehmigten Plätzen und Kindern in Tageseinrichtungen finden Sie in der Landesdatenbank.

 

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Drei Kinder mit Schultüten

Schulbeginn

Piktogramm zu Schülerinnen und Schülern je Klasse in NRW 1970 und 1992

Als Ralf 1970 mit sechs Jahren eingeschult wurde, hatten er und seine Gleichaltrigen im Schnitt 34 Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse. Bei Julias Einschulung zur Zeit der Millennials sah die Situation anders aus: Deutlich weniger Kinder begannen gleichzeitig mit ihr 1992 die Schule.

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Auf die rund 22.000 Grundschullehrkräfte im Schuljahr 1970/71 kam eine besondere Verantwortung zu: Im Durchschnitt waren rund 35 Kinder in einer Klasse. Nahezu drei von vier Lehrkräften waren damals weiblich.

Die Klassen der Millennials waren 1992 mit durchschnittlich 23 Kindern überschaubarer. Im Gegensatz zur Grundschulzeit der Babyboomer standen bei Julia nahezu doppelt so viele Grundschullehrkräfte zur Verfügung, nämlich rund 40.000, von denen weiterhin die überwiegende Mehrheit weiblich war.

Die Daten zum Schulbeginn stammen aus der Statistik der allgemeinbildenden Schulen. Weitere Informationen zur amtlichen Schulstatistik finden Sie in der Eckdatenübersicht Schulen. Aktuelle Daten zu allgemeinbildenden Schulen finden Sie in der Landesdatenbank.

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Vier Jugendliche beim Spaziergang

Schulabschluss

Piktogramme zu Schülerinnen und Schülern mit Hochschulreife und ohne Abschluss in NRW 1983 und 2005 nach Geschlecht

Als Ralf mit etwa 19 Jahren die Schule verließ, machte jede vierte Schulabgängerin bzw. jeder vierte Schulabgänger Abitur (25 %). Doch nicht allen gelang der Abschluss: Etwa jede bzw. jeder 15. verließ die Schule ohne Hauptschulabschluss (6 %). Das Abitur war bei den Millennials weiter verbreitet als bei der Babyboomer-Generation und ohne Hauptschulabschluss verließen nur noch etwa jede 28. Schülerin bzw. jeder 28. Schüler die Schule (4 %). Zu beachten ist dabei, dass 1983 sowie 2005 die Erhebung der Abgangsart ohne Hauptschulabschluss nicht an Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs erfolgte.

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Bei Ralfs Schulabschluss 1983 zeigten sich einmal mehr die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer: Rund 270.000 Schülerinnen und Schüler beendeten 1983 ihre Schullaufbahn in Nordrhein-Westfalen. Etwa 66.000 von ihnen machten Abitur. Jungen und Mädchen waren dabei gleich stark vertreten. So erlangten rund 33.000 Mädchen 1983 das Abitur. Einen Hauptschulabschluss machten in diesem Jahr rund 78.000 Babyboomer, die Fachoberschulreife erreichten rund 110.000 Babyboomer und rund 3.000 erlangten die Fachhochschulreife. Allerdings verließen nicht alle Jugendlichen die Schule mit einem Abschluss. Etwa 18.000 Schülerinnen und Schüler gingen ohne Hauptschulabschluss von der Schule. 

Bei Julia, die 2005 ihr Abitur machte, waren die Abschlusszahlen mit rund 197.000 Jugendlichen deutlich kleiner als bei Ralf. Dagegen war bei den Millennials relativ gesehen das Abitur weiter verbreitet: Rund 55.500 erreichten die Hochschulreife – und Mädchen stellten inzwischen mit 56 % die Mehrheit. Rund 45.000 Millennials machten 2005 den Hauptschulabschluss, rund 89.000 erlangten die Fachoberschulreife und rund 7.000 erreichten die Fachhochschulreife. Ohne Hauptschulabschluss verließen nur noch rund 7.500 Schülerinnen und Schüler die Schule. 

Die Daten zum Schulabschluss stammen aus der Statistik der allgemeinbildenden Schulen. Weitere Informationen zur amtlichen Schulstatistik finden Sie in der Eckdatenübersicht Schulen. Aktuelle Daten zu allgemeinbildenden Schulen finden Sie in der Landesdatenbank.

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Ausbilder erklärt Auszubildenden die Funktionsweise einer Maschine

Ausbildungsbeginn

Top 3 der Ausbildungsberufe von Männern und Frauen in NRW 1983 und 2005

Für viele Babyboomer führte der weitere Weg nach dem Ende ihrer Schullaufbahn in eine Ausbildung. Besonders stark nachgefragt waren Berufe im Handwerk und im Bereich Industrie und Handel. Als Julias Jahrgang 2005 die Ausbildung begann, zeigte sich wie bereits bei den vorherigen Stationen ihres Lebenswegs, dass die absolute Anzahl an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen kleiner war als zur Zeit der Babyboomer. Bei den beliebtesten Ausbildungsberufen wird deutlich, dass bei den Männern weiterhin Berufe in Industrie und Handel und im Bereich Handwerk beliebt waren. Bei den Frauen dominierten Gesundheits- und Dienstleistungsberufe.

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1983 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 191.000 neue Ausbildungsverträge im dualen System abgeschlossen – eine bedeutende Anzahl, getragen von den geburtenstarken Jahrgängen. Besonders stark nachgefragt waren Berufe im Bereich Industrie und Handel sowie im Handwerk: Bei den Männern lagen Kraftfahrzeugmechaniker, Elektroinstallateur und Maschinenschlosser vorn, bei den Frauen Friseurin, Verkäuferin und Bürokauffrau. 

Als Julia 2005 ihre Ausbildung begann, zeigte sich das übliche Bild ihres geburtenschwächeren Jahrgangs: Es gab mit etwa 111.500 weniger neue Ausbildungsverträge im dualen System als noch zu Ralfs Zeiten. Bei den beliebtesten Ausbildungsberufen zeigte sich: Bei den Millennial-Männern blieben diese weiterhin in den Bereichen Industrie und Handel und im Bereich Handwerk verankert. Hier standen Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriemechaniker und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an der Spitze. Bei den Frauen dominierten Gesundheits- und Dienstleistungsberufe. An der Spitze standen hier Arzthelferin, zahnmedizinische Fachangestellte und Bürokauffrau.

Die Daten zum Ausbildungsbeginn stammen aus der Berufsbildungsstatistik. Weitere Informationen zur amtlichen Berufsbildungsstatistik finden Sie in der Eckdatenübersicht Berufliche Bildung. Allgemeine Daten zur beruflichen Bildung finden Sie in der Landesdatenbank.

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Ausbilder und schüttelt Auszubildendem die Hand

Ausbildungsabschluss

Piktogramm zu bestandenen Abschlussprüfungen in Berufsausbildungen in NRW 1986 und 2008

Die Chancen auf einen erfolgreichen Berufsabschluss waren bei den Millennials ebenso stabil wie bei den Babyboomern. Auch wenn absolut gesehen mehr Babyboomer ihre Abschlussprüfung machten und auch bestanden, war die Erfolgsquote der Millennials genauso gut. 1986 bestanden knapp neun von zehn Babyboomer-Azubis ihre Abschlussprüfung, 2008 waren es bei den Millennials sogar etwas mehr als neun von zehn. 

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1986 wurden bei den Babyboomern etwa 202.500 Abschlussprüfungen im dualen System abgelegt, von denen rund 180.500 bestanden wurden. 22 Jahre später, 2008, gab es bei Julia und den Millennials knapp 100.000 Abschlussprüfungen im dualen System, von denen rund 91.000 bestanden wurden.

Die Daten zum Ausbildungsabschluss stammen aus der Berufsbildungsstatistik. Weitere Informationen zur amtlichen Berufsbildungsstatistik finden Sie in der Eckdatenübersicht Berufliche Bildung. Allgemeine Daten zur beruflichen Bildung finden Sie in der Landesdatenbank.

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Vorlesungssaal mit Professor und Studierenden

Studienbeginn

Anzahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in NRW 1983 und 2005

Ralf und Julia hätten sich nach der Schule auch für ein Studium entscheiden können. 1983 begannen knapp 69.000 Menschen in NRW ihr Studium. In Relation zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entschieden sich zu Ralfs Zeiten noch deutlich mehr junge Menschen für eine Ausbildung: Auf eine erstmals eingeschriebene Person kamen 1983 etwa 2,8 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. 2005 fiel die Wahl trotz der geburtenschwächeren Jahrgänge für gut 80.500 Personen auf ein Studium. Im Vergleich mit den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen entschieden sich zu Julias Zeiten 2005 bereits deutlich mehr junge Menschen für ein Studium. Weiterhin machte jedoch ein größerer Anteil eine Ausbildung, denn auf eine erstmals eingeschriebene Person kamen 2005 rund 1,4 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge.

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Die meisten von Ralfs Kommilitoninnen und Kommilitonen, genauer gesagt etwa 36.500, entschieden sich für ein Studium an einer Universität. Der Anteil an Studienanfängerinnen insgesamt lag zu Ralfs Zeit mit knapp 26.000 Frauen bei etwa 38 %. Bei Julia und ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen entschieden sich bereits gut 54.500 Personen für ein Studium an einer Universität. Die Zahl der Studienanfängerinnen war zu Julias Zeit mit rund 39.000 Frauen bereits deutlich höher. Der Anteil lag bei 48 %.

Die Daten zum Studienbeginn stammen aus der Statistik der Studierenden. Weitere Informationen zur Statistik der Studierenden finden Sie in der Eckdatenübersicht Hochschulen. Allgemeine Daten zu Studierenden finden Sie in der Landesdatenbank.

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Absolventen in Talaren werfen Graduiertenhüte in die Luft

Studienabschluss

Piktogramm zum Anteil der Studienabschlüsse von Frauen in NRW 1988 und 2010

Mit etwa 24 Jahren gehörte Ralf zu den Absolventen seines Studienjahrgangs. Bei den Babyboomern wurde noch der überwiegende Anteil der Abschlüsse von Männern absolviert. Nur jeder dritte Hochschulabschluss entfiel auf eine Frau.  Als Julia 2010 ihr Studium abschloss, entfielen bereits mehr als die Hälfte der Hochschulabschlüsse auf Frauen. 

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Insgesamt gab es 1988 rund 41.500 bestandene Abschlussprüfungen, etwa 15.500 wurden dabei von Frauen absolviert (38 %). Als die Millennials mit Julia 2010 ihr Studium beendeten, gab es gut 78.500 bestandene Abschlussprüfungen in NRW. Der Frauenanteil lag bei den Millennials 2010 bei rund 52 %.

Die Daten zum Studienabschluss stammen aus der Statistik der Prüfungen. Weitere Informationen zur Statistik der Prüfungen finden Sie in der Eckdatenübersicht Hochschulen. Allgemeine Daten zu Prüfungen finden Sie in der Landesdatenbank. Die im Rahmen dieser Veröffentlichung verwendeten Zahlen weichen von den in der Landesdatenbank zu findenden Zahlen ab. Grund dafür ist, dass in der Landesdatenbank Absolventinnen und Absolventen gezählt werden, während in dieser Veröffentlichung die Anzahl der Abschlüsse bzw. die bestandenen Prüfungen betrachtet werden.

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Vater mit zwei Kleinkindern beim Spülen in der Küche

Zusammenleben und Familie

Piktogramm zum Anteil der Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 35 Jahren in Haushalten mit Kindern in NRW 1994 und 2016

Wie lebten Ralf und Julia im Alter von etwa 30 Jahren? Statistisch gesehen war die Wahrscheinlichkeit höher, dass Ralf in einem Haushalt mit Kindern lebte. Ein Blick auf die verschiedenen Konstellationen dieser Haushalte mit Kindern zeigt jedoch: Der Anteil der Bevölkerung in Alleinerziehendenhaushalten war bei Julia trotzdem höher als bei Ralf. Die Anteile von Personen in anderen Haushaltskonstellationen mit Kindern waren hingegen niedriger.

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Im Jahr 1994, als der Babyboomer Ralf 30 Jahre alt war, lebten 45 % der 25- bis unter 35-Jährigen in Nordrhein-Westfalen in einem Haushalt mit Kindern. 2016, als Julia 30 Jahre alt war, waren es nur noch rund ein Drittel (33 %). Sowohl der Anteil der Bevölkerung in Haushalten mit zwei Erwachsenen und Kindern als auch der Anteil in sonstigen Haushalten mit Kindern ist zudem gesunken.

Der Anteil der Bevölkerung in Alleinerziehenden-Haushalten lag 2016 mit 3 % hingegen geringfügig höher als 1994 mit 2 %.

Die Daten zum Zusammenleben stammen aus dem Mikrozensus. Weitere Ergebnisse auf Basis des Mikrozensus finden Sie hier.

Piktogramm zum Anteil der Alleinlebenden im Alter von 25 bis unter 35 Jahren in NRW 1994 und 2016

Die Wahrscheinlichkeit, dass Julia mit 30 Jahren in einem Haushalt ohne Kinder lebte, war also höher als zu Ralfs Zeiten mit etwa 30 Jahren. Dabei war es bei Julias Generation der Millennials wahrscheinlicher, dass man entweder allein oder mit einer weiteren erwachsenen Person zusammenwohnte.
 

Piktogramm zum Anteil der Bevölkerung im Alter von 25 bis unter 35 Jahren in Haushalten mit zwei Erwachsenen ohne Kinder in NRW 1994 und 2016
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Während 2016 ein Viertel (25 %) der 25- bis unter 35-Jährigen allein lebte, waren es 1994 nicht einmal ein Fünftel (18 %). Der Anteil der Personen in Haushalten mit zwei Erwachsenen war 2016 mit 24 % ebenfalls deutlich höher als 1994 mit 13 %, der Anteil in sonstigen Haushalten ohne Kinder Lebenden hingegen niedriger (1994: 23 %, 2016: 17 %).

Die Daten zum Zusammenleben stammen aus dem Mikrozensus. Weitere Ergebnisse auf Basis des Mikrozensus finden Sie hier.

Männeranteil der Alleinlebenden im Alter von 25 bis unter 35 Jahren in NRW 1994 und 2016

 

Als Ralf 30 Jahre alt war, war es in der Altersgruppe von 25 bis unter 35 Jahren also weniger verbreitet, alleine zu leben. Was sich aber nicht verändert hat: Alleinlebende waren eher männlich.

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60 % der Alleinlebenden waren im Jahr 1994 männlich, im Jahr 2016 waren es 62 %.

Die Daten zum Zusammenleben stammen aus dem Mikrozensus. Weitere Ergebnisse auf Basis des Mikrozensus finden Sie hier.

Frauenanteil der Alleinerziehenden im Alter von 25 bis unter 35 Jahren in NRW 1994 und 2016

Auch beim Verhältnis von Frauen und Männern in Alleinerziehendenhaushalten hat sich kaum etwas verändert. Die meisten Alleinerziehenden waren sowohl bei den Babyboomern als auch bei den Millennials Frauen.

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Sowohl 1994 als auch 2016 waren über 9 von 10 Alleinerziehenden weiblich. Dabei lag der Anteil 2016 bei den Millennials mit 97 % sogar noch höher als 1994 mit 93 % bei den Babyboomern.

Die Daten zum Zusammenleben stammen aus dem Mikrozensus. Weitere Ergebnisse auf Basis des Mikrozensus finden Sie hier.

Wie geht es mit Ralf und Julia weiter?

Sie möchten wissen, wie sich das Leben von Ralf und Julia weiterentwickelt? Wie wird ihnen der Einstieg ins Arbeitsleben gelingen? Was verdienen die beiden?

 

Diese und viele weitere Fragen werden wir an dieser Stelle in Zukunft beantworten.

Methodische Hinweise

Geburt

Die Geburtenstatistik erfasst alle standesamtlich beurkundeten Geburten von Müttern mit Wohnsitz in Deutschland sowie Geburten im Ausland, wenn diese im Standesamt am deutschen Wohnsitz der Mutter nachbeurkundet wurden.

Die Daten basieren auf Meldungen der Standesämter, die für jede Geburt Angaben zu Neugeborenen und deren Eltern an die Statistischen Landesämter liefern. Die Datenlieferung der Standesämter an die Statistischen Landesämter ist im Bevölkerungsstatistikgesetz geregelt. Zusätzlich zur Datenprüfung bei den Standesämtern werden bei IT.NRW Plausibilitätskontrollen der erhaltenen Mitteilungen durchgeführt. Für die Geburtenstatistik wird somit eine hohe Datenqualität sichergestellt.

Für diese Auswertung wurden alle lebendgeborenen Kinder berücksichtigt, deren Mutter zum Zeitpunkt der Geburt einen Wohnort in NRW besaß.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung beruht auf den Sterbetafeln für die Zeiträume 1960/62 und 1986/88, die anhand der Daten aus der Bevölkerungsstatistik über die Gestorbenen und der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der jeweiligen Volkszählung ermittelt werden.

Kinderbetreuung

Die Daten zu den Betreuungsplätzen für das Jahr 1968 entstammen dem Statistischen Bericht über die öffentliche Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen 1968, erschienen im September 1969. Die Ergebnisse sind mit heutigen Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Erhoben wurden 1968 am Ende des Jahres alle verfügbaren Plätze in den Einrichtungen der Jugendhilfe nach Art der Einrichtung. Zu den tatsächlich betreuten Kindern liegen keine Informationen vor.

Die Daten zu den Betreuungsplätzen für das Jahr 1990 entstammen dem Statistischen Bericht über die Einrichtungen und Personalstruktur in der Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen. Stichtag war der 31.12.1990. Erhoben wurden ebenso alle verfügbaren Plätze in den Einrichtungen der Jugendhilfe nach Art der Einrichtung. Zu den tatsächlich betreuten Kindern liegen keine Informationen vor.

Für beide Betrachtungszeitpunkte können keine tatsächlichen Betreuungsquoten ausgewiesen werden. In dieser Veröffentlichung werden die Anteile der verfügbaren Plätze an allen Kindern derselben Altersgruppe angegeben. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich die rechtlichen (Grundlagen zur Erhebung der Statistiken, Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz) und institutionellen Rahmenbedingungen (Art und Umfang der Betreuung) der Kindertagesbetreuung seit den hier betrachteten Zeitpunkten verändert haben.

Schulbildung

Die Daten für das Schuljahr 1970/71 stammen aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 274, Das Bildungswesen in Nordrhein-Westfalen 1970, Teil 1: Allgemeinbildende Schulen, erschienen im Oktober 1971. Die Erhebung hat am 15. Oktober 1970 stattgefunden. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler je Klasse bezieht sich auf die Anzahl der Kinder je Klasse in Grundschulen. Die Anzahl der Lehrkräfte bezieht sich auf die Anzahl hauptamtlicher und hauptberuflicher Lehrkräfte an Grundschulen.

Die Daten für das Schuljahr 1983/84 stammen aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 519, Allgemeinbildende Schulen in Nordrhein-Westfalen 1983, erschienen im Januar 1985. Die Erhebung hat im Oktober 1983 stattgefunden. Der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten ergibt sich als Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Hochschulreife erworben an Schulen der allgemeinen Ausbildung an allen Schulabgängen dieser Schulen. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die ohne Hauptschulabschluss die Schule verlassen haben, ergibt sich als Anteil der Schulabgänge ohne Hauptschulabschluss an allen Schulabgängen der Schulen der allgemeinen Ausbildung. Es handelt sich um Schulabgänge von allgemeinbildenden Schulen ohne Sonderschulen.

Die Daten für das Schuljahr 1992/93 stammen aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 714, Allgemeinbildende Schulen in Nordrhein-Westfalen 1992, erschienen im März 1994. Die Erhebung hat im Herbst 1992 stattgefunden. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler je Klasse bezieht sich auf die Anzahl der Kinder je Klasse in Grundschulen. Die Anzahl der Lehrkräfte bezieht sich auf die Anzahl hauptamtlicher und hauptberuflicher Lehrkräfte an Grundschulen.

Die Daten für das Schuljahr 2005/06 stammen aus "Allgemeinbildende Schulen in Nordrhein-Westfalen 2005", erschienen im März 2007. Die Erhebung hat im Herbst 2005 stattgefunden.

Berufliche Bildung

Die Daten zur beruflichen Bildung stammen aus der Berufsbildungsstatistik. In der Berufsbildungsstatistik werden jeweils zum Stichtag 31.12. Daten zu den dualen Auszubildenden in NRW erhoben, die einen Ausbildungsvertrag im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgeschlossen haben.

Die Anzahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge bezieht sich auf alle Ausbildungsverträge, die im Berichtsjahr neu abgeschlossen wurden und am 31.12. des jeweiligen Jahres noch bestanden. Die am stärksten besetzen Ausbildungsberufe männlicher und weiblicher Auszubildender ergeben sich als Summe aller männlicher und weiblicher Auszubildenden zum Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres. Für diese Auswertung wurden Ausbildungsberufe mit inhaltlich gleicher Ausbildungsordnung in verschiedenen Ausbildungsbereichen sowie ggf. Vorgängerberufe mit anderslautender Berufsbezeichnung zusammengefasst. Die Erfolgsquote ergibt sich als Anteil der bestandenen Abschlussprüfungen an allen Teilnahmen an Abschlussprüfungen.

Die Daten zur beruflichen Bildung stammen für 1983 aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 520, Berufsbildungsstatistik Nordrhein-Westfalen 1983, erschienen im Dezember 1984.

Die Daten zur beruflichen Bildung stammen für 1986 aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 578, Berufsbildungsstatistik Nordrhein-Westfalen 1986, erschienen im Oktober 1987.

Die Daten zur beruflichen Bildung stammen für 2005 aus den Statistischen Berichten, Berufsbildungsstatistik in Nordrhein-Westfalen 2005, erschienen im Dezember 2006.

Die Daten zur beruflichen Bildung stammen für 2008 aus den Statistischen Berichten, Berufsbildungsstatistik in Nordrhein-Westfalen 2008, erschienen im Januar 2010.

Hochschulbildung

Die Daten zur Hochschulbildung stammen für das Jahr 1983 aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 518, Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Wintersemester 1983/84, erschienen im Januar 1985. Es werden die Studienanfängerinnen und Studienanfänger nach Geschlecht betrachtet.

Die Daten zur Hochschulbildung stammen für das Jahr 1988 aus den „Beiträgen zur Statistik des Landes Nordrhein-Westfalen“, Heft 639, Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Wintersemester 1988/89, erschienen im April 1990. Die Erhebung hat zum Stichtag 01.10.1988 stattgefunden. Der Anteil der Abschlüsse von Frauenergibt sich als Anteil bestandener Abschlussprüfungen von Frauen im Prüfungsjahr 1988 an allen bestandenen Abschlussprüfungen im selben Prüfungsjahr. 

Die Daten zur Hochschulbildung stammen für das Jahr 2005 aus den Statistischen Berichten, Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2005/2006, erschienen im März 2007. 

Die Daten zur Hochschulbildung stammen für das Jahr 2010 aus den Statistischen Berichten, Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2009/2010, erschienen im August 2011. 

Zusammenleben und Haushalt

Die Daten zum Zusammenleben und Haushalt stammen aus dem Mikrozensus. Mehr Informationen zum Mikrozensus finden Sie hier. Mehr Informationen zu Haushalten und Familien finden Sie hier.

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